Ratgeber Brustkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Was ist Brustkrebs?

In Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern ist Brustkrebs von den verschiedenen Krebsarten die bei Frauen am häufigsten diagnostizierte. Die Krankheit Brustkrebs kann auch bei Männern – wenn auch im Gegensatz zu Frauen wesentlich weniger häufig – vorkommen.

Ein Tumor entsteht durch ein krankhaft verändertes Erbgut einer Zelle. Diese Veränderung kann eine unkontrollierte Zellteilung zur Folge haben. Der Tumor kann wachsen, in umliegendes Gewebe eindringen und u. U. Zellen absiedeln, die über die Blutbahn in andere Organe gelangen können. Dort lassen sie sich nieder und bilden Tochtergeschwulste. Die Erbgutveränderung kann unterschiedliche Ursachen haben, die z. T. noch nicht ganz geklärt sind. Einige Risikofaktoren, wie z. B. hohes Lebensalter, Kinderlosigkeit, Brustkrebsvorerkrankungen und bestimmte Genmutationen sind bekannt und werden weiter erforscht.

Zur besseren Beschreibung der erkrankten Stellen wird die weibliche Brust schematisch in vier Teile eingeteilt. Es wurde festgestellt, dass der obere äußere Quadrant der bei Frauen am häufigsten von bösartigen (malignen) Tumoren befallene Bereich ist. Dieser Bereich ist der Teil der weiblichen Brust, in dem sich der größte Teil der Brustdrüsen befindet. Während die Drüsenläppchen in der Brust seltener von einem Tumorbefall betroffen sind, werden maligne Tumoren sehr viel häufiger in den Milchgängen der Brust gefunden. Neben den Karzinomen in den Milchgängen oder den Drüsenläppchen gibt es noch weitere, jedoch seltenere Formen von Brustkrebs, wie zum Beispiel das sog. muzinöse Karzinom. Wird ein Mammakarzinom nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können z. B. auch die Lymphknoten und andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Frauen, die jünger als 40 Jahre alt sind, erkranken seltener an Brustkrebs als Frauen über 40 Jahren. Ab einem Alter von über 50 Jahren steigt das Erkrankungsrisiko bei Frauen weiter an. In der allgemeinen Entwicklung ist zwar über Jahre hinweg zu beobachten, dass die Neuerkrankungen von Frauen an Brustkrebs zunehmen, allerdings werden die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten immer besser, sodass die Heilungschancen höher sind.

sz

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Brustkrebs-News von Curado.de

  • Ernährung und Gewicht spielen eine Rolle für Therapieerfolg
    Ein gesundes Körpergewicht kann sich bei an Brustkrebs erkrankten Frauen günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Laut einer amerikanischen Studie, die beim Jahrestreffen der amerikanischen Endocrine Society in Boston vorgestellt wurde, ist bei schlankeren Frauen die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit auf lange Sicht zu überleben, größer.
  • Mit modernen Waffen Brustkrebs gezielt behandeln: Zielgerichtete Brustkrebstherapie mit HER2-Antikörpern
    Zahlreiche Faktoren beeinflussen Wachstum und Teilung von Zellen – insbesondere von Krebszellen. Die vermittelten Wachstumssignale werden auf der Zelloberfläche von Rezeptoren empfangen und als Wachstumssignale an den Zellkern weitergeleitet. Auch das HER2-Protein ist ein solcher Rezeptor. HER2 steht für Humaner (menschlicher) Epidermaler (an der Zelloberfläche befindlicher) Wachstumsfaktor-Rezeptor 2.
  • Neuestes Wissen zu Brustkrebs für medizinisches Fachpersonal in Klinik und Praxis
    In diesem Jahr veranstaltete die Patientinneninitiative mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V. erstmals auch in Hamburg das „La Mamma“-Projekt – eine spezielle Fortbildungsveranstaltung für Breast-Care-Nurses (dt. „Brust-Pflege-Schwestern") und Mitarbeiterinnen aus Praxen von Gynäkologen und Onkologen, die Brustkrebspatientinnen betreuen.