Ratgeber Brustkrebs

Informationen für Betroffene und Interessierte

Entstehung

Faktoren, welche die Entstehung von Brustkrebs hervorrufen oder begünstigen, gibt es unterschiedliche. So ist Untersuchungen zufolge das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs höher, wenn sich im verwandtschaftlichen Umfeld eine oder mehrere Frauen befinden, die bereits an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Bei ca. 5 % der Brustkrebserkrankten liegt ein solches verwandtschaftliches Verhältnis vor. Ein natürlicher oder durch Medikamenteneinnahme hervorgerufener Überschuss an weiblichen Hormonen kann ein Risikofaktor sein und das Wachstum von bösartigen Karzinomen im Brustbereich begünstigen. Des weiteren sind eine frühe erste Menstruation und eine späte Menopause sowie die Vermehrung von Drüsenläppchen und Brustbindegewebe Risikofaktoren. Als allgemeiner Risikofaktor gilt ein „ungesunder“ Lebenswandel, wie etwa der Konsum von Nikotin, Alkohol und fettreicher Nahrung.

In der Genforschung sind heute zwei (mutierte) Gene bekannt, die bei ihrer Trägerin das Brustkrebsrisiko um 45 bzw. 65 % erhöhen. Diese Gene heißen BRCA 1 und BRCA 2, wobei sich die Abkürzung von engl. Breast Cancer ableitet.

Die Vorstufen von Brustkrebs sind sog. Carcinoma in situ, welche sich an den Milchgängen (in ca. 90 % der Fälle) oder an den Drüsenläppchen befinden können. Ein Oberflächenkarzinom der Milchgänge kann unter Umständen durch ein schnelles Wachstum Ursache für Verkalkungen sein. Die sog. Oberflächenkarzinome sind im in situ-Stadium noch nicht tief im Gewebe, sondern befinden sich eher oberflächlich. Diese nicht invasiven Karzinome wachsen zu diesem Zeitpunkt noch nicht in das sie umgebenden Gewebe oder bilden Metastasen.

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